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Aktuell

Max Klinger / Markus Lüpertz

zeitgenössische Kunst

28.01. — 24.09.2017

Markus Lüpertz, Achilles, 2014, 333 x 75,5 x 138 cm; Hintergrund: Markus Lüpertz, Orpheus und Euridike, 2013, 230 x 640. Beide: Privatbesitz, © VG Bild-Kunst Bonn, 2017
Markus Lüpertz, Achilles, 2014, 333 x 75,5 x 138 cm; Hintergrund: Markus Lüpertz, Orpheus und Euridike, 2013, 230 x 640. Beide: Privatbesitz, © VG Bild-Kunst Bonn, 2017
Markus Lüpertz, Beethoven, 25 x 60 x 55 cm., Privatbesitz, © VG Bild-Kunst Bonn, 2016; 
Hintergrund: Sammlungspärsentation Max Klinger
Markus Lüpertz, Beethoven, 25 x 60 x 55 cm., Privatbesitz, © VG Bild-Kunst Bonn, 2016; Hintergrund: Sammlungspärsentation Max Klinger
Markus Lüpertz, Kaiser Karl Aachen (Arbeit Nr. 2 Petrow Wodkin), 2016, 51 x 45 x 25 cm, © VG Bild-Kunst Bonn, 2017
Markus Lüpertz, Kaiser Karl Aachen (Arbeit Nr. 2 Petrow Wodkin), 2016, 51 x 45 x 25 cm, © VG Bild-Kunst Bonn, 2017
Markus Lüpertz, Das Urteil des Paris, 2010,  270 x 760 cm,  © VG Bild-Kunst Bonn, 2017
erworben 2017 mit Mitteln der Kulturstiftung der Länder, des Vermächtnisses Gerhard und Margit Merkel,Leipzig sowie der Förderer des Museums der bildenden Künste Leipzig e.V.
Markus Lüpertz, Das Urteil des Paris, 2010, 270 x 760 cm, © VG Bild-Kunst Bonn, 2017 erworben 2017 mit Mitteln der Kulturstiftung der Länder, des Vermächtnisses Gerhard und Margit Merkel,Leipzig sowie der Förderer des Museums der bildenden Künste Leipzig e.V.

Auf zwei Museumsetagen und mit rund 30 Skulpturen sowie 20 Gemälden und Bild-Zyklen tritt Markus Lüpertz in einen Dialog mit dem in der Dauerausstellung  präsenten Werk von Max Klinger – und mit der Museumsarchitektur. Lüpertz ist seit langem ein großer Verehrer von Klinger. 1970 erhielt er das 1905 von Max Klinger initiierte Villa Romana-Stipendium in Florenz, den ältesten deutschen Kunstpreis. Das Museum der bildenden Künste Leipzig verwahrt eine große Sammlung von Gemälden, Skulpturen, Grafiken sowie den Originalgipsen Klingers, gleichsam die  plastischen Entwürfe für seine großen Skulpturen aus Marmor und Bronze.

Beide Künstler sind als Maler und Bildhauer tätig. Max Klinger hat mit der farbigen, polychromen Skulptur experimentiert und neue ästhetische Wege beschritten. Er kombinierte unterschiedliche Materialien zu komplexen Skulpturen wie dem „Beethoven“ (1902) und Monumentalgemälden wie „Christus im Olymp“ (1897), die in keine kunsthistorische Schublade passen. Es sind Mischwesen aus Malerei und Skulptur, die man als künstlerische Installationen bezeichnen könnte. Der Künstler hing der  Vorstellung vom „Gesamtkunstwerk“ an, das alle Sinne erfasst.

Ein ähnlich freies und zugleich absolutes Denken zeigt sich in den farbigen Skulpturen von Markus Lüpertz. Der Künstler schert sich noch viel weniger um traditionelle Vorstellungen von Skulptur, sondern modelliert, bearbeitet und bemalt die Figuren in zum Teil irritierender Handschrift.  Wie Klinger sucht auch Lüpertz für seine weit ausholenden Bildgedanken eine Expression jenseits der engen Gattungsgrenzen von Malerei und Skulptur. Die Skulpturen von Lüpertz verletzen Tabus und klassisches Schönheitsempfinden. Aber gerade hierdurch konfrontieren sie uns, wie Durs Grünbein bemerkt hat, mit einer „tief sitzenden Triebhemmung […], die regelmäßig durchbricht bei den als grotesk und häßlich empfundenen, allzu menschlichen Formen. […] Die Figuren des Markus Lüpertz strahlen eine so drollige Hoheit und Heiterkeit aus […], weil sie um all das Niedrige und Kleinmenschliche wissen.“

Der Katalog zur Ausstellung mit Beiträgen von Ulf Jensen, James Lawrence, Jan Nicolaisen und Hans-Werner Schmidt ist im Verlag Walther König, Köln, erschienen. Die Publikation ist für 39 € im Museumsshop Wasmuth sowie im Buchhandel erhältlich.

In der Ausstellung finden zahlreiche öffentliche Führungen statt, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Gefördert durch die Birkelsche Stiftung für Kunst und den Freundeskreis Max Klinger e. V., Leipzig.

Markus Lüpertz, Beethoven, 25 x 60 x 55 cm., Privatbesitz, © VG Bild-Kunst Bonn, 2016; 
Hintergrund: Sammlungspärsentation Max Klinger
Markus Lüpertz, Beethoven, 25 x 60 x 55 cm., Privatbesitz, © VG Bild-Kunst Bonn, 2016; Hintergrund: Sammlungspärsentation Max Klinger
Markus Lüpertz, Das Urteil des Paris, 2010,  270 x 760 cm,  © VG Bild-Kunst Bonn, 2017
erworben 2017 mit Mitteln der Kulturstiftung der Länder, des Vermächtnisses Gerhard und Margit Merkel,Leipzig sowie der Förderer des Museums der bildenden Künste Leipzig e.V.
Markus Lüpertz, Das Urteil des Paris, 2010, 270 x 760 cm, © VG Bild-Kunst Bonn, 2017 erworben 2017 mit Mitteln der Kulturstiftung der Länder, des Vermächtnisses Gerhard und Margit Merkel,Leipzig sowie der Förderer des Museums der bildenden Künste Leipzig e.V.
02.12.2017 — 04.02.2018

Benedikt Leonhardt
LVZ Kunstpreis2017

Benedikt Leonhardt ist der 12. Kunstpreisträger des 1995 erstmals vergebenen Kunstpreises der Leipziger Volkszeitung. Die Jury begrüßte seinen „unbeirrbaren Soloauftritt“ innerhalb der eher figürlich geprägten Leipziger Malerei.

22.11.2017 — 11.03.2018

Edith Karlson
Drama is in Your Head V

Für eine der Eingangshallen des MdbK Leipzig produziert die estnische Künstlerin den fünften Teil ihres monumentalen, skulpturalen Werks „Drama is in Your Head“.

29.11.2017 — 04.03.2018

Carina Brandes
Zwischen Hunden und Wölfen

Mit ungewöhnlichen Perspektiven vermitteln die in der Dämmerung aufgenommenen analogen Fotografien eine surreale Atmosphäre feministischer Prägung.

Vorhaben

Thanos Kyriakides
In Trance

28.02. — 12.08.2018

Das Schaffen des blinden Künstlers entfaltet sich an der Grenze zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren. Das MdbK zeigt Blind Adams filmisches Werk sowie einzelne Installationen.

Vorhaben

Bastian Muhr

01.03. — 27.05.2018

Bastian Muhr beschäftigt sich mit seinen groß angelegten Zeichnungen, von Organismen ähnlichen Strukturen, mit den Grenzen der Begriffsbestimmung eines Bildes.

Vorhaben

Patric Sandri
Gestures of Light

07.03. — 16.09.2018

Sandri stellt die Grundelemente der Malerei in Frage. Er verwendet Licht und Farbe nicht im Sinne einer illusionistischen Malerei, sondern als architektonische Elemente.

Vorhaben

Annette und Erasmus Schröter

08.03. — 21.05.2018
Vorhaben

Arno Rink
Ich male!

04.04. — 19.08.2018

Die Retrospektive zeigt sämtliche Facetten des künstlerischen Schaffens des herausragenden Vertreters der Leipziger Schule und Wegbereiters der Neuen Leipziger Schule.

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