Museum

Das MdbK regt an sich zu verbinden – mit anderen Menschen, der Umgebung und der Kunst. Wir schaffen Räume für Austausch und Kontemplation – zum Nachdenken, Lachen, Erinnern, Debattieren, Verweilen, Forschen, Gestalten, Lernen, Hinterfragen und Genießen.

Das Leitbild des MdbK

Das Museum der bildenden Künste Leipzig regt an sich zu verbinden – mit anderen Menschen, der Umgebung und der Kunst. Wir schaffen Räume für Austausch und Kontemplation – zum Nachdenken, Lachen, Erinnern, Debattieren, Verweilen, Forschen, Gestalten, Lernen, Hinterfragen und Genießen.

einladend
Das MdbK ist ein authentischer Ort für sinnliche Erfahrungen. Kunstwerke fördern Diskurse, Interaktionen und Bildung. Mit seiner offenen Architektur sowie den eintrittsfrei zugänglichen Höfen und Dauerausstellungsbereichen bietet das Museum einer vielfältigen Gesellschaft Voraussetzungen, um einander zu begegnen, sich Zeit zu nehmen und (neues) Wissen zu teilen. Partizipative Angebote, Veranstaltungen und Ausstellungen sind Grundlagen unserer zur Teilhabe einladenden Institution. Dabei erkennen wir die unterschiedlichen Lebens-, Wissens- und Erfahrungshintergründe jeder*s Einzelnen als Expertise in eigener Sache an und empfinden diese als Bereicherung.

divers
Das MdbK positioniert sich als ein inklusives, barrierearmes und diskriminierungskritisches Museum. In unseren Programmen bringen wir Generationen miteinander in Dialog und bieten Platz für marginalisierte Perspektiven. Gemeinsam mit unterschiedlichen Interessensgruppen bauen wir unsere Aktivitäten zur Antidiskriminierung, insbesondere zu Geschlechtergerechtigkeit, Transnationalität und Inklusion, weiter aus. Wir verpflichten uns zur Stärkung der Diversität innerhalb unserer Sammlung.

inspirierend
Die Museumssammlung umfasst Werke aus sieben Jahrhunderten, vorwiegend der europäischen Kunstgeschichte. Ein Schwerpunkt liegt auf der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts aus Leipzig sowie ihrer Verortung im internationalen Kontext. Wir beschäftigen uns intensiv mit dem historisch gewachsenen Bestand wie auch seinen Leerstellen und arbeiten Unrechtskontexte kritisch auf. Daran angebunden sind unsere Veranstaltungen, Ausstellungen und Forschungen. Gleichzeitig entwickeln wir Formate zur aktiven Mitgestaltung, die sich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzen.

verlässlich
Mit Professionalität und Verantwortungsbewusstsein verfolgen wir die von ICOM definierten Museumsaufgaben (Prag, 24.08.22). Darüber hinaus ist das MdbK eine städtische Einrichtung und beteiligt sich an der Umsetzung der vom Stadtrat formulierten strategischen Zielsetzungen und Vorgaben. Als Bildungseinrichtung vernetzt sich das Museum mit anderen Institutionen und fragt externe Kompetenzen an. Zugleich betrachten wir uns als Team aus Expert*innen und machen unsere Arbeit wie auch Entscheidungsprozesse transparent. Das MdbK unterstützt die Idee von Open Access und beabsichtigt den öffentlichen Zugriff auf die Sammlung und das institutionelle Wissen. Unsere Projekte vermitteln wir daher digital und analog.

engagiert
Wir leben die demokratischen Grundwerte. Die Wertschätzung von Menschen, Kulturgütern und Ressourcen bestimmen unser Handeln nach Innen und Außen. Zusammen mit anderen Akteur*innen sowie Besucher*innen beteiligen wir uns an den gesellschaftlichen Transformationsprozessen. Wir gehen mit unseren personellen, zeitlichen und materiellen Ressourcen schonend um. Dabei achten wir auf Nachhaltigkeit und Qualität. Fairness, Freude, Offenheit und Kreativität sind wichtige Aspekte unserer täglichen Arbeit. Wir praktizieren eine positive Fehlerkultur und streben stetige Weiterentwicklungen an. Das MdbK ist eine selbstkritische und lernende Institution.

lebendig
Wir verstehen Kunst als geistiges und kulturelles Erbe der Menschheit und sind von der Relevanz des Museums als gemeinnütziger, öffentlicher Raum in einer diversen (Stadt-)Gesellschaft überzeugt. Wir möchten das MdbK lebendig und für zukünftige Generationen verantwortungsvoll gestalten. Dazu laden wir alle Interessierten herzlich ein

Geschichte

Stephan Huber, Stiftermosaik, 2004, © VG Bild-Kunst Bonn, 2024
Stephan Huber, Stiftermosaik, 2004, © VG Bild-Kunst Bonn, 2024
Das "Städtische Museum" (heute: Museum der bildenden Künste Leipzig) am Augustusplatz um 1860
Das "Städtische Museum" (heute: Museum der bildenden Künste Leipzig) am Augustusplatz um 1860
Das Museumsgebäude mit den Erweiterungen von 1886
Das Museumsgebäude mit den Erweiterungen von 1886
Historisches Foto vom Museumsgebäude am Augustusplatz
Historisches Foto vom Museumsgebäude am Augustusplatz
Ausstellungsaal im Museumsgebäude am Augustuplatz
Ausstellungsaal im Museumsgebäude am Augustuplatz
Das Reichsgericht von 1895
Das Reichsgericht von 1895
Ausstellungsbereich Alte Meister im Reichsgericht
Ausstellungsbereich Alte Meister im Reichsgericht

Das MdbK zählt zu den ältesten Kunstmuseen Deutschlands und ist auf die bürgerliche Sammelleidenschaft im 19. Jahrhundert zurückzuführen. Einer der hervorragenden Kunstsammler war Maximilan Speck von Sternburg, der auf Reisen in Europa einen Gemäldeschatz zusammentrug. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Leipziger Kunstvereins, der 1837 mit dem Ziel gegründet wurde, eine Kunstsammlung zusammenzutragen. Nachdem das „Städtische Museum“ 1848 in der Ersten Bürgerschule errichtet wurde, bezog die Kunstsammlung 1858 einen Neubau am Augustusplatz. Der Bau wurde durch das Vermächtnis von Adolf Heinrich Schletter ermöglicht, der der Stadt 1853 beträchtliche Vermögenswerte und seine Sammlung französischer Kunst hinterlassen hatte. Die prominente Lage am größten öffentlichen Platz der Stadt unterstreicht die Wertschätzung durch die Leipziger Bürgerschaft.

Während der Kunstverein von Beginn an zeitgenössische Kunst erwarb, kamen aus privatem und städtischen Besitz auch Werke Alter Meister in die Kunstsammlung. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wuchs die Sammlung durch weitere Schenkungen, Stiftungen und Vermächtnisse kontinuierlich an, so dass ein Erweiterungsbau nötig wurde. Erneut war es ein Leipziger Bürger, der ihn ermöglichte: Mit Mitteln des Kaufmanns Dominic Grassi und nach den Plänen des Stadtbaurates Hugo Licht wurde das Museum 1886 um zwei Flügelbauten erweitert. Wie eine Schlossanlage dominierte das MdbK den Augustusplatz.

Das Museumsgebäude fiel 1943 einem Bombenangriff zum Opfer. Von 1952 bis 1997 war das MdbK dann provisorisch im ehemaligen Reichsgericht – in dem sich heute das Bundesverwaltungsgericht befindet – untergebracht. 1996 beschloss der Leipziger Stadtrat den Neubau des MdbK auf dem Sachsenplatz. Richtfest wurde am 30. April 2001 gefeiert und am 4. Dezember 2004 – genau 61 Jahre nach der Zerstörung  des alten Museums – wurde das neue MdbK eröffnet.

Architektur

Blick vom Marktplatz, Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM
Blick vom Marktplatz, Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM
Haupteingang Katharinenstraße 10, Blick vom Marktplatz, Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM
Haupteingang Katharinenstraße 10, Blick vom Marktplatz, Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM
Museumshalle im 1. Obergeschoss, Foto: Werner Huthmacher, Berlin
Museumshalle im 1. Obergeschoss, Foto: Werner Huthmacher, Berlin
Max Klinger: Beethoven, 1902 im Eingangshof Katharinenstraße, Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM
Max Klinger: Beethoven, 1902 im Eingangshof Katharinenstraße, Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM
Museumshalle im 1. Obergeschoss, Foto:Werner Huthmacher, Berlin
Museumshalle im 1. Obergeschoss, Foto:Werner Huthmacher, Berlin
Blick vom Brühl mit Çihan Cakamak, Tenseness (2023), Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM
Blick vom Brühl mit Çihan Cakamak, Tenseness (2023), Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM
Foto:Werner Huthmacher, Berlin
Foto:Werner Huthmacher, Berlin
Treppenhaus, Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM
Treppenhaus, Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM
Eckterrasse 2. OG, Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM
Eckterrasse 2. OG, Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM
Blick in die Ausstellungsräume Barock & Rococco, Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM
Blick in die Ausstellungsräume Barock & Rococco, Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM
Blick in die Ausstellungsräume Renaissance, Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM
Blick in die Ausstellungsräume Renaissance, Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM

Der gläserne Kubus nach Plänen der Berliner Architekten Hufnagel / Pütz / Rafaelian überragt mit seiner Höhe von 36 m die umgebende Bebauung. Bereits von außen sichtbar sind die Höfe und Terrassen, die das Museum zur Stadt hin öffnen und das Prinzip der Leipziger Passagen aufgreifen. Einmalig ist die Weite im Inneren, besonders in Verbindung mit den vielfältigen Sichtachsen und den Aussichten auf die Stadtlandschaft. Die Materialien Glas, Sichtbeton, Muschelkalk und Eichenholz dominieren den Innenraum und verleihen ihm atmosphärische Vielfalt.

Die Präsentation zeitgenössischer Werke und raumbezogener Installationen auf den Terrassen, in den Höfen und Treppenhäusern macht die Begegnung von Kunst und Architektur in besonderer Weise erlebbar.
 

Bibliothek

Lesesaal, Foto: PUNCTUM, Leipzig
Lesesaal, Foto: PUNCTUM, Leipzig

Die kunstwissenschaftliche Bibliothek des Museums der bildenden Künste Leipzig gehört mit nahezu 100.000 Bänden zu den großen Museumsbibliotheken Deutschlands. Ihre Anfänge nahm die Bibliothek 1837 mit großzügigen Legaten Leipziger Bürger an den hier ansässigen Kunstverein, aus dem sich später auch das Museum gründete. Die Bibliothek begleitet die Sammlungen des Museums und erwirbt internationale und regionale zeitgenössische Kunstliteratur. Schwerpunkt des Bestandes ist die Kunst- und Kulturgeschichte des 17. bis 19. Jahrhunderts. Bedeutende Quellenwerke kunstwissenschaftlicher Literatur und Führer durch die wichtigen europäischen Kunstzentren finden sich neben einer reichen Sammlung an historischen und aktuellen Künstlermonografien und sonst schwer nachzuweisenden Ausstellungs- und Auktionskatalogen. Zu den Erwerbungsschwerpunkten der Bibliothek zählen außerdem internationale Bestands- und Sammlungskataloge.

Die Bibliothek des MdbK ist eine Präsenzbibliothek und für jedermann kostenlos nutzbar. Wir beraten Sie gern zur Nutzung der Bestände. Bei umfangreichen Recherchen bitten wir vorab um telefonische Absprache. Die Bibliothek ist mittwochs von 13-16 Uhr sowie nach Vereinbarung (T: +49 341 216 999 56, M: sebastian.stumpe@leipzig.de) geöffnet.     

  

Kontakt
Team des MdbK

Direktion

Dr. Stefan Weppelmann, Direktor

Dr. Jeannette Stoschek, stellvertretende Direktorin, Leiterin Sammlungen

Gabriele Pätow, Sekretärin der Direktion
+49 341 216 999 20

Dr. Sabine Hoffmann, wiss. Mitarbeiterin der Direktion
+49 341 216 999 19

Dr. Sylva Dörfer, Leiterin Kommunikation und Teilhabe
+49 341 216 999 50

MdbK [in transit]

Sithara Weeratunga, Agentin für Diversität | 360° - ein Programm der Kulturstiftung des Bundes
+49 341 216 999 51

Olga Vostretsova, Agentin für Diversität | 360° - ein Programm der Kulturstiftung des Bundes
+49 341 216 999 63

Sammlungen

Dr. Jeannette Stoschek, Leiterin Graphische Sammlung
+49 341 216 999 40

Dr. Jan Nicolaisen, Leiter Malerei und Skulptur
+49 341 216 999 45

n.n., Kurator Malerei 20. und 21. Jh., Graphik 21. Jh.

Dr. Philipp Freytag, Kurator Fotografie und Medienkunst
+49 341 216 999 64

Dr. Ulrike Saß, wiss. Mitarbeiterin, Provenienzforschung
+49 341 216 999 62

Susanne Petri, wiss. Mitarbeiterin, Dokumentation und Graphik 20. Jh.
+49 341 216 999 12

Sabine Schmidt, Mitarbeiterin Digitalisierung, Reproduktionen und digitale Dokumentation
+49 341 216 999 18

Linda Wagner, Leihmanagement & Sammlungsregistratur
+49 341 216 999 28

Ulrike Milde, Leihmanagement & Sammlungsregistratur
+49 341 216 998 23

Marko Kloss, Sammlungsverwalter
+49 341 216 999 44

Uwe Wagner, Sammlungsverwalter
+49 341 216 999 31

Louise Charlotte Schmidt, Kuratorische Volontärin
+49 341 216 999 29

n.n., Kuratorische Volontärin

Restaurierung

Rüdiger Beck, Leiter
+49 341 216 999 25

Theresa Bräunig, Leiterin
+49 341 216 999 25

Antje Hake, Gemälderestauratorin
+49 341 216 999 61

Sarah Storz, Papierrestauratorin
+49 341 216 999 22

Bibliothek & Künstler*innenarchiv

Sebastian Stumpe, Bibliothekar
+49 341 216 999 56

EVELYN RICHTER & URSULA ARNOLD ARCHIV der Ostdeutschen Sparkassenstiftung

Dr. Jeannette Stoschek, Leiterin

Kunstvermittlung

Carolin Rothmund, Leiterin
+49 341 216 999 27

Hermine Brietzel, Kunstvermittlerin
+49 341 216 999 49

Kirsten Lemm, Kunstvermittlerin
+49 341 216 999 58

Anna Jäger, Kunstvermittlerin, Anmeldung und Beratung
+49 341 216 999 23

Julia Bröker, wiss. Volontärin
+49 341 216 999 43

Marketing, Presse & Event

Jörg Dittmer, Leiter
+49 341 216 999 42

Sonja Lucia Gatterwe, Presse und Onlinekommunikation
+ 49 341 216 999 26

Dirk Kuntze, New Media
+ 49 341 216 995 30

Ulrike Otto, Presse und Besucherdienst
+ 49 341 216 999 14

Lena Dahlberg, wiss. Volontärin
+ 49 341 216 999 34

Fundraising & Vermietung

Katrin Siegmeyer, Mitarbeiterin
+49 341 216 999 47

Verwaltung

Anne-Kathrin Herrmann, Leiterin
+49 341 216 999 15

Janet Schirmer, Sachbearbeiterin/Museumsshop
+49 341 216 999 36

Tim Sachse, Sachbearbeiter/Museumsshop
+49 341 216 999 16

Sicherheit & Gebäudemanagement

Torsten Cech, Leiter
+49 341 216 999 30, Mobil: +49 175 2088018

Sven Hottenrott, Museumstischler
+49 341 216 999 38

Karsten Hummel, Haustechniker
+49 341 216 999 39

Dennis Kuhn, Haustechniker
+49 341 216 999 39

Jens Wuttke, Techniker haustechnische Anlagen
+49 341 216 99 969