BMW Photo Award Leipzig
BMW Photo Award Leipzig
Viktoria Binschtok / Harald Kirschner / Jay Ritchie
11.06. — 13.09.2026









Der BMW Photo Award Leipzig wird seit 2024 alle zwei Jahre an Künstler*innen vergeben, die entweder einen biografischen Bezug zu Leipzig und der Region haben oder sich in ihrem Werk mit der Stadt und ihrer Umgebung auseinandersetzen. Mit Viktoria Binschtok, Harald Kirschner und Jay Ritchie erhalten 2026 drei ganz unterschiedliche Persönlichkeiten den Preis. Sie gehören nicht nur verschiedenen Generationen an, sondern bedienen sich auch grundverschiedener fotografischer Arbeitsweisen, wobei jeder ihrer Ansätze eine wichtige Tradition der jüngeren Leipziger Fotogeschichte repräsentiert.
VIKTORIA BINSCHTOK
Viktoria Binschtok (*1972 Moskau/Russland) pflegt eine Art Meta-Fotografie, indem sie mittels fotografischer Bilder über das Wesen des Mediums und dessen Gebrauch in der digitalen Welt reflektiert. Ihren Ursprung hat diese Arbeitsweise in der Tradition der sogenannten Pictures Generation der 1960er und 70er Jahre in den USA, die sich seinerzeit selbstverständlich noch mit der analogen – gleichwohl ebenfalls massenmedial verfassten – Bildkultur auseinandergesetzt hat. In Leipzig wurde dieser Ansatz durch Binschtoks Lehrer Timm Rautert in den 1990er und 2000er Jahren an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) eingeführt.
HARALD KIRSCHNER
Harald Kirschner (*1944 Reichenberg (Liberec/Tschechische Republik)) arbeitet in der Tradition der sozialdokumentarischen Fotografie, welche die Leipziger Fotogeschichte vor allem in den ausgehenden 1970er und 80er Jahren entscheidend geprägt hat. Charakteristisch für sein Werk sind schwarzweiße Kleinbildaufnahmen im Stil der street photography. In der Ausstellung sind allerdings auch andere Facetten seines Werks zu entdecken.
JAY RITCHIE
Jay Ritchie (*1992 Hannover) etzt sich in analog fotografierten, klassisch komponierten Porträtfotografien mit Fragen von queerer Identität, Sichtbarkeit und Zugehörigkeit auseinander. Sein Schaffen ist eng mit der Klasse von Tina Bara an der HGB verknüpft, deren Werk ebenso wie das vieler ihrer Schüler*innen von der intensiven und oft schmerzhaften autobiografischen Auseinandersetzung mit dem Verhältnis zwischen Körper und Identität handelt.
In der Ausstellung werden von allen drei Preisträger*innen Arbeiten aus unterschiedlichen Werkgruppen präsentiert, um einen möglichst breiten Überblick über ihr Schaffen zu vermitteln. Jede Position erhält einen eigenen Raum, um sie in ihrer Eigenständigkeit zu vermitteln. Durch die Struktur der Ausstellungsräume ergeben sich zugleich interessante Begegnungen zwischen den drei Werken.
Gefördert von der BMW Group.

