Paule Hammer

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Paule Hammer

Kaputtnik

27.11.2019 — 19.07.2020

Paule Hammer, Kaputtnik, 2019/20, © Künstler, Foto: Walther Le Kon
Paule Hammer, Kaputtnik, 2019/20, © Künstler, Foto: Walther Le Kon
Paule Hammer, Kaputtnik (Entwurf), 2019, © Künstler
Paule Hammer, Kaputtnik (Entwurf), 2019, © Künstler
Paule Hammer, Kaputtnik, 2019/20, © Künstler, Foto: PUNCTUM/Alexander Schmidt
Paule Hammer, Kaputtnik, 2019/20, © Künstler, Foto: PUNCTUM/Alexander Schmidt
Paule Hammer, Kaputtnik, 2019 (Modell), © Künstler, Foto: Walther Le Kon
Paule Hammer, Kaputtnik, 2019 (Modell), © Künstler, Foto: Walther Le Kon
Paule Hammer, Kaputtnik, 2019/20, © Künstler, Foto: Walther Le Kon
Paule Hammer, Kaputtnik, 2019/20, © Künstler, Foto: Walther Le Kon
Paule Hammer, Kaputtnik, 2019/20, © Künstler, Foto: PUNCTUM/Alexander Schmidt
Paule Hammer, Kaputtnik, 2019/20, © Künstler, Foto: PUNCTUM/Alexander Schmidt
Paule Hammer, Kaputtnik, 2019/20, © Künstler, Foto: Walther Le Kon
Paule Hammer, Kaputtnik, 2019/20, © Künstler, Foto: Walther Le Kon

Die Installation Kaputtnik des Leipziger Künstlers Paule Hammer (*1975)  eigens für die größte Halle des MdbK entwickelt  erhebt sich als zwölf Meter hohes Mischwesen aus Mensch und Tier. Drei Wochen bauten der Künstler und sein Team die monumentale Arbeit auf. Über einem Gerüstbau wurde die Skulptur aus Blöcken und gerenderten Schichten aus Styropor in ihre finale Form geschnitten.

Paule Hammers Kaputtnik setzt sich aus dem Körper eines Löwen und einem menschlichen Kopf zusammen. Die Wahl von Klaus Kinski (19261991), dessen Konterfei die Skulptur trägt, bezieht sich auf frühere Arbeiten Paule Hammers. So spielte beispielsweise schon seine Arbeit “Niemand weiß, was wir fühlen” von 2005 mit dem Kopf der umstrittenen Kunstfigur. Zugleich erinnert das gigantische Wesen an majestätische Tempelwächter der Antike. Der Gestalt ist schon aufgrund ihrer Größe Bedrohlichkeit eingeschrieben.

Kaputtnik ist work in progress. Im Laufe des Ausstellungszeitraumes finden in und um die Arbeit mehrere Veranstaltungen statt. Im Inneren der begehbaren Skulptur inszeniert der Künstler mit wechselnden Gästen das KopfkinoKaputtnik und lässt damitBesucher*innen an den geistigen Kapriolen des Kaputtnik teilhaben. Den Auftakt bildete am 14.12.2019 „Banana pithecus“. Die Besucher*innen waren zu einer meditativen Zeitreise zu den gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Banane eingeladen.

Am 4. Oktober 1957 brachten die Sowjets mit dem Sputnik den ersten von Menschen gebauten Satelliten in eine erdnahe Umlaufbahn. Die Amerikaner, geschockt von diesem Ereignis, wollten so schnell wie möglich gleichziehen. Ihre Rakete, die „Vanguard“ ins All transportieren sollte, sprengte sich allerdings vor den Augen der Nation live im Fernsehen in die Luft und „Vanguard“ rollte, tapfer Signale sendend, aus den Trümmern in Richtung Strand. Hämisch wurde „Vanguard“ von der US- Presse „Kaputtnik“ genannt. Als ich Kind war, wurde der Begriff „Kaputtnik“ für dysfunktionale aber energisch handelnde Menschen gebraucht.“ (Paule Hammer)

Die Ausstellung wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Paule Hammer, Kaputtnik (Entwurf), 2019, © Künstler
Paule Hammer, Kaputtnik (Entwurf), 2019, © Künstler