Meisterwerke aus der Sammlung Maximilian Speck von Sternburg

Aktuell

Meisterwerke aus der Sammlung Maximilian Speck von Sternburg

11.11.2021 — 09.01.2022

Claude-Joseph Vernet, Italienischer Seehafen, um 1750, Maximilian Speck von Sternburg Stiftung im MdbK
Claude-Joseph Vernet, Italienischer Seehafen, um 1750, Maximilian Speck von Sternburg Stiftung im MdbK
Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Luchs, o.D., Maximilian Speck von Sternburg Stiftung im MdbK
Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Luchs, o.D., Maximilian Speck von Sternburg Stiftung im MdbK
Albrecht Dürer, Der Große Triumphwagen, 1522/89, Maximilian Speck von Sternburg Stiftung im MdbK
Albrecht Dürer, Der Große Triumphwagen, 1522/89, Maximilian Speck von Sternburg Stiftung im MdbK
Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Tiger, o.D., Maximilian Speck von Sternburg Stiftung im MdbK
Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Tiger, o.D., Maximilian Speck von Sternburg Stiftung im MdbK

Die Kunstwerke der Stiftung Maximilian Speck von Sternburg sind heute ein sehr vertrauter und bedeutender Sammlungsbestand im MdbK. Anlässlich des 25-jährigen Stiftungsjubiläums werden selten gezeigte Zeichnungen, Grafiken und Gemälde, aus der von Maximilian Speck von Sternburg (1776 – 1856) gegründeten Sammlung neu präsentiert.

Im Alter von 30 Jahren begann der aufstrebende Kaufmann Maximilian Speck Kunst aus dem europäischen Raum zu sammeln. Auf seinen ausgedehnten Geschäftsreisen, die ihn ab 1800 quer durch Europa führten, besuchte er neben Handelspartner*innen auch Galerien, Museen und Kunstakademien. Aus dem begeisterten Kunstbetrachter wurde ein leidenschaftlicher Sammler von Kunstwerken. Seine umfangreiche Sammlung war anfangs in seinem Stadthaus „Specks Hof“ und seit 1834 in Lützschena zu besichtigen. Dort hatte er 1822 ein Rittergut erworben, das er aus- und umbaute. Ein landwirtschaftliches Mustergut, spezialisiert auf Schafzucht, eine Brauerei und Ziegelei waren in Betrieb.

Trotz politischen Umbrüchen, Kriegen, Verkäufen und Schenkungen, konnte dank der testamentarischen Verfügungen Maximilian Speck von Sternburgs und seiner Nachfahren eine der wenigen sächsischen Privatsammlungen in großen Teilen bis 1945 in Lützschena in ihrer Komplexität zusammengehalten werden. Im November 1945 wurden 210 Gemälde, mehrere hundert Zeichnungen und Grafiken sowie die wertvolle Bibliothek ins MdbK überführt. Nach 1990 gelang es den Erben nach mehrjährigen Verhandlungen mit der Stadt Leipzig und dem Freistaat Sachsen eine Lösung zum Erhalt und zur öffentlichen Präsentation der Sammlung zu finden. Am 12. November 1996 wurde die Maximilian Speck von Sternburg Stiftung gegründet.

Die Kunstsammlung konnte durch intensive Bemühungen dauerhaft an das Museum gebunden werden und für die Zukunft erhalten bleiben. Damit folgten die Nachfahren, heute vertreten durch den Stiftungspräsident Wolf-Dietrich Speck von Sternburg und seine Nichte Judith Speck von Sternburg dem Wunsch ihres Vorfahren Maximilian Speck von Sternburg.

Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Luchs, o.D., Maximilian Speck von Sternburg Stiftung im MdbK
Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Luchs, o.D., Maximilian Speck von Sternburg Stiftung im MdbK