Link in Bio.

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Link in Bio.

Kunst nach den sozialen Medien

17.12.2019 — 15.03.2020

Ines Alpha mit Nicole Ruggiero, Tears in the Wind, 2018 © Künstlerin
Ines Alpha mit Nicole Ruggiero, Tears in the Wind, 2018 © Künstlerin
Oli Epp, Big Croc, 2019 © Künstler
Oli Epp, Big Croc, 2019 © Künstler
Thomas Albdorf, „The Flawed Ones Were Cheaper“, 2018 © Künstler
Thomas Albdorf, „The Flawed Ones Were Cheaper“, 2018 © Künstler
Arvida Byström, Upskirt, 2018 © Künstlerin
Arvida Byström, Upskirt, 2018 © Künstlerin
Leah Schrager, After the Art Fair, 2018 © Künstlerin
Leah Schrager, After the Art Fair, 2018 © Künstlerin
Andy Kassier, Just Swinging, 2019 © Künstler
Andy Kassier, Just Swinging, 2019 © Künstler

Die Nutzung der sozialen Medien ist Alltag geworden, etablierte und junge KünstlerInnen können und wollen nicht mehr darauf verzichten. Sie arbeiten damit. Sie sind dort, wo ihr Publikum ist. Einst waren es Websites, heute sind es die sozialen Medien, allen voran Instagram, wenn es um visuelle Künste geht.

Nachdem die Protagonisten der Net Art, die Technik-Utopisten der frühen 1990er Jahre, bald erkennen mussten, dass das Netz die klassischen Kunstinstitutionen als Ausstellungsort nicht aushebeln wird, übernahm die nächste Generation von KünstlerInnen, die auf das Internet reagierte. Schnell verbreitete sich das Schlagwort der Post-Internet Art. Den Begriff prägte die Künstlerin und Theoretikerin Marisa Olson: „I’m going to toggle back and forth between video and internet because some of the internet art that I make is on the internet, and some is after the internet.“ Was nach einem Lebensgefühl klingt, wurde zu einer Sammelbezeichnung für KünstlerInnen, die statt Kunst im Browser wieder Kunst für den Ausstellungsraum machten.

Social Media Art wiederum greift die Utopie der Net Art auf, die Kunstwelt demokratisieren zu können. Über Instagram, Facebook, YouTube, Tumblr und Twitter kann das Publikum direkt erreicht werden. Junge KünstlerInnen reagieren auf die sozialen Medien und ihre Inhalte, auf neue Features und Technologien.

Die Schau „Link in Bio. Kunst nach den sozialen Medien“ im Museum der bildenden Künste Leipzig kuratiert von Anika Meier präsentiert mit über 50 Arbeiten, wie sich Produktion und Rezeption von Kunst im Zeitalter sozialer Medien verändern. In der Ausstellung werden Installationen, Fotografien, Skulpturen, Videos und Gemälde gezeigt. Die Schau ist als Folgeausstellung von „Virtual Normality. NetzkünstlerInnen 2.0“ (2018) konzipiert.

Beteiligte KünstlerInnen: Thomas Albdorf, Lisette Appeldorn, Jeremy Bailey, Cibelle Cavalli Bastos, Viktoria Binschtok, Aram Bartholl, Arvida Byström, Nadja Buttendorf, Petra Cortright, Filip Custic, Stine Deja & Marie Munk, Chris Drange, Constant Dullaart, Hannah Sophie Dunkelberg, Anna Ehrenstein, Oli Epp, Séamus Gallagher, Tom Galle, Adam Harvey, Lauren Huret, Johanna Jaskowska, Andy Kassier, Hanneke Klever, Florian Kuhlmann, Lynn Hershman Leeson, Brandon Lipchik, Jonas Lund, Echo Can Luo, Ines Marzat, Jillian Mayer, Florian Meisenberg & Anna K.E., Rosa Menkman, Marisa Olson, Andy Picci, Sebastian Schmieg, Leah Schrager, Kristina Schuldt, Thomas Webb, Selam X und Steffen Zillig

Eröffnung am 16.12.2019, 18 Uhr

Die Ausstellung wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.

Oli Epp, Big Croc, 2019 © Künstler
Oli Epp, Big Croc, 2019 © Künstler