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Ines Spanier

10.06. — 19.07.2018

Ines Spanier, Jerusalem II, 2017-2018, © Ines Spanier
Ines Spanier, Jerusalem II, 2017-2018, © Ines Spanier
Ines Spanier, Jerusalem II (Detail), 2017-2018, © Ines Spanier
Ines Spanier, Jerusalem II (Detail), 2017-2018, © Ines Spanier
Ines Spanier beim Zeichnen
Ines Spanier beim Zeichnen
Ines Spanier, Jerusalem II (Detail), 2017-2018, © Ines Spanier
Ines Spanier, Jerusalem II (Detail), 2017-2018, © Ines Spanier

Die in Leipzig tätige Künstlerin Ines Spanier hat Anfang Juni ihr Atelier im MdbK bezogen. In der Gemäldegalerie Holländische Meister kann der Besucher beobachten, wie die Künstlerin ihre im Januar begonnene Zeichnung "Jerusalem II" fortsetzt. Seit mehr als anderthalb Jahren arbeitet Spanier an diesem Werk, das sie Ende September an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig der Meisterschüler-Prüfungskommission präsentieren wird. Diese faszinierende Langsamkeit ist der Methodik geschuldet. Spanier zeichnet präzise mit dem Bleistift private Fotografien ab, auf denen in hochvergrößerter Auflösung menschliche Spuren zu erkennen sind, wie zum Beispiel die abgenutzte Oberfläche
eines Ateliertisches. Bei dem Übertragungsvorgang, der an die Vorgehensweise eines Scanners erinnert, können die Fotovorlagen ausgetauscht und miteinander kombiniert werden. Die Zeichnung bildet einen stetig wachsenden Formenorganismus aus, der sich der konzeptionellen Kontrolle der Künstlerin entzieht. Angesichts der Schnelllebigkeit des digitalen Informationszeitalters erhält der Faktor Zeit im kreativen Prozess von Spanier eine neue Qualität. Entschleunigung und Sorgfalt in der minutiösen Dokumentation sind werkkonstituierende Bildeigenschaften, die zugleich die Lebenszeit der Künstlerin festhalten.

Ines Spanier, Jerusalem II (Detail), 2017-2018, © Ines Spanier
Ines Spanier, Jerusalem II (Detail), 2017-2018, © Ines Spanier

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