Anna-Eva Bergman . Licht

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Anna-Eva Bergman . Licht

12.01. — 08.04.2018

Anna-Eva Bergman, N° 20–1987, Fondation Hartung-Bergman
Anna-Eva Bergman, N° 20–1987, Fondation Hartung-Bergman
Anna-Eva Bergman, N° 12–1975 Terre ocre avec ciel doré, Fondation Hartung-Bergman
Anna-Eva Bergman, N° 12–1975 Terre ocre avec ciel doré, Fondation Hartung-Bergman
Anna-Eva Bergman, N° 58–1979 Un horizon, Fondation Hartung-Bergman
Anna-Eva Bergman, N° 58–1979 Un horizon, Fondation Hartung-Bergman
Anna-Eva Bergman, Non titré, 1978, Fondation Hartung-Bergman
Anna-Eva Bergman, Non titré, 1978, Fondation Hartung-Bergman

Anna-Eva Bergman (1909 Stockholm – 1987 Grasse, Frankreich) gilt als eine der bedeutendsten Malerinnen Norwegens im 20. Jahrhundert, die lange im Schatten ihres Ehemannes, des Malers  Hans Hartung (1904 Leipzig – 1989 Antibes) stand.  Erstmals seit vielen Jahren in Deutschland wird das seit 1973 bis zu ihrem Tod in Antibes entstandene Spätwerk der Künstlerin in einer konzentrierten Auswahl von rund 20 Gemälden präsentiert.

Nachdem sie zunächst vor allem als Illustratorin und Schriftstellerin tätig war, widmete sie sich seit Ende der 1940er Jahre der Abstraktion in der Malerei. Ihre Formensprache bezieht sich dabei auf archetypische Motive, die ihren Ursprung in der Erfahrung der nordischen Landschaft und der skandinavischen Mythologie haben: Steine, Felsen, Meer, Horizonte, Grabstelen, Barken. Obgleich ihre Bilder gegenstandslos anmuten, bewahrt die Künstlerin somit eine Beziehung zur Realität. Zentrales Thema ihrer Werke sind die Landschaft und das Licht. Mit dieser künstlerischen Thematik untrennbar verknüpft ist die Technik Anna-Eva Bergmans,  auf die Oberflächen der Bilder Blattgold und –silber aufzutragen. Hierdurch entfalten die Bilder eine kühle, zugleich eindringliche Lichtwirkung.
        
Die Kabinettausstellung konzentriert sich auf das Spätwerk Bergmans von 1973, dem Jahr der Übersiedlung von Paris nach Antibes, und ihrem Tod im Jahr 1987. Die Künstlerin konnte in dieser Zeit erstmals auf ein großes, lichtdurchflutetes Atelier zurückgreifen, das nach ihren eigenen Vorstellungen konstruiert worden war. In dieser produktiven Epoche beschäftigte sie, nun bereichert durch die ständige Erfahrung des mediterranen Lichtes, weiterhin das Thema der Landschaft als Ausgangspunkt von Abstraktion. In der Ausstellung wird, ergänzt durch einige Arbeiten aus den 1950 und 1960er Jahren, diese Epoche mit einer Auswahl von rund 30 Werken präsentiert. Die Ausstellung wird in Kooperation mit der Fondation Hartung Bergman, Antibes, realisiert, die den Nachlass der Künstlerin verwahrt.
Zur Ausstellung erscheint ein zweisprachiger Katalog (deutsch/englisch) mit Beiträgen Céline Flécheux, Romain Mathieu und Jan Nicolaisen im Hirmer Verlag, München.

Eröffnung: 11.01.2018, 18 Uhr

Anna-Eva Bergman, N° 12–1975 Terre ocre avec ciel doré, Fondation Hartung-Bergman
Anna-Eva Bergman, N° 12–1975 Terre ocre avec ciel doré, Fondation Hartung-Bergman

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