MdbK [hubs]

Inklusive Vermittlungsstationen im Museum

2021 werden im MdbK insgesamt sieben Medienstationen installiert, die neue Zugänge zu Werken der Dauerausstellung und zur Architektur des Hauses bieten.

Beiratsmitglieder des sagart e.V. in der Raumgruppe der Alten Meister, 2020, Foto: MdbK
Beiratsmitglieder des sagart e.V. in der Raumgruppe der Alten Meister, 2020, Foto: MdbK
Beiratsmitglieder besprechen die Gipsplastik der "Neuen Salome" (1893) von Max Klinger, 2020 Foto: MdbK
Beiratsmitglieder besprechen die Gipsplastik der "Neuen Salome" (1893) von Max Klinger, 2020 Foto: MdbK
Künstlerin und Beiratmitglied Stefanie Bergmann (Mitte) vor einem holländischen Blumenstilleben Foto: MdbK
Künstlerin und Beiratmitglied Stefanie Bergmann (Mitte) vor einem holländischen Blumenstilleben Foto: MdbK
Steven Wallner (Diakonie am Thonberg) überprüft den barrierefreien  Zugang am Haupteingang des Museums; Foto: MdbK
Steven Wallner (Diakonie am Thonberg) überprüft den barrierefreien Zugang am Haupteingang des Museums; Foto: MdbK
taktile Grundrisse des Gebäudes im Test durch die Fokusgruppe Sehbeeinträchtigung, Foto: Mdbk
taktile Grundrisse des Gebäudes im Test durch die Fokusgruppe Sehbeeinträchtigung, Foto: Mdbk

Der Name MdbK [hubs] – die englische Bezeichnung für Knotenpunkt – steht sinnbildhaft für das Konzept: Verschiedene Sichtweisen, Vermittlungsschwerpunkte und Medien bündeln sich an den Stationen.

Audiodeskriptionen und Tastreliefs der Kunstwerke, Videos mit Gebärdensprache sowie Beiträge in einfacher und fachlich spezifischer Sprache bieten den Besucher*innen verschiedene Zugangsmöglichkeiten zu Werken aller Epochen an. Eine Orientierungsstation im Eingangsbereich gibt Übersicht über die Architektur des Gebäudes und die verschiedenen Etagen und verortet Funktionsbereiche wie Café, Garderobe oder Toiletten. Die MdbK [hubs] richten sich an Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Neben der auditiven und taktilen Zugänglichkeit beinhalten die Stationen auch vertiefende und kritische Betrachtungen zu den Kunstwerken in Form von Audio- und Videobeiträgen.

Ein barrierearmes Museum
Die Vermittlungsstationen sind Teil einer Haltung, bei der innerhalb des MdbK in allen Bereichen Inklusion selbstverständlich mitgedacht wird. Ziel ist es, eine offene und inklusive Institution zu entwickeln, die gleichberechtigte kulturelle Teilhabe ermöglicht. Die Vermittlungs-Stationen der MdbK [hubs] werden dabei perspektivisch ergänzt durch niedrigschwellige und zielgruppenorientierte Bildungsformate sowie barrierefreie Zugänge im Haus.

MdbK [hubs] Beirat – Nichts über uns ohne uns
Damit die Interessen und Bedürfnisse der verschiedenen Zielgruppen berücksichtigt werden, hat das MdbK einen Inklusions-Beirat gegründet. In diesem Gremium beraten unterschiedliche Fokusgruppen die Umsetzung der Vermittlungsstationen und begleiten die generelle Entwicklung zu einer offeneren, barriereärmeren Institution.

MdbK [hubs]
in leichter Sprache

Mdbk ist die Abkürzung für Museum der bildenden Künste Leipzig.
Der Name hubs ist englisch und heißt Knoten·punkt.
An einem Knoten·punkt verbinden sich verschiedene Dinge und Menschen.

Im MdbK werden zur Zeit 6 Tische für verschiedene Kunst·werke gebaut.
Die Tische stehen in der Nähe der Kunst·werke und bieten mehr Informationen:
Man kann auf den Tischen Tast·bilder der Kunst·werke fühlen.
Auf Kopfhörern gibt es eine Beschreibung des Bildes zum Hören.
Ausserdem gibt es ein Tablet mit Videos in Gebärden·sprache.
Dort gibt es auch kurze Geschichten zum Bild und seiner Zeit.

Gleich am Eingang des Museums steht ein weiterer Tisch.
Dort gibt es eine Übersicht über das Gebäude damit man sich besser zurecht findet.  
Außerdem gibt es auf diesem Tisch ein Modell des Museums zum Anfassen.

Die Menschen im MdbK haben überlegt:
Wir wollen ein Museum in dem sich alle Menschen wohlfühlen.
Wir brauchen ein offenes Museum.
Damit sich das Museum öffnen kann müssen wir an die Bedürfnisse von allen denken.
Zusätzlich zu den Tischen wollen die Menschen im MdbK deshalb auch Führungen anbieten bei denen man etwas lernt und etwas erlebt.
Im Haus soll es weniger Barrieren und Hindernisse geben.

Damit diese Ziele umgesetzt werden können gibt es eine Arbeits·gruppe.
Das Fachwort für die Arbeits·gruppe ist Inklusions·Beirat.
Im Inklusions·beirat gibt es auch Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen.
Sie begleiten das Projekt und helfen bei der Entstehung der Tische mit.

Förderung

Sächsischen Landesstelle für Museumswesen
Landesdirektion Sachsen (Richtlinie Teilhabe).
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächischen Landtag beschlossenen Haushalts.