Die Sammlung des MdbK präsentiert sich neu

Das MdbK stellt (sich) neu auf

Wir bauen um

Liebe Besucher*innen,

um Ihnen neue Perspektiven auf die Sammlungen des MdbK zu ermöglichen, werden derzeit Teile der Sammlungspräsentation neugestaltet. Ab sofort können Sie die Neupräsentation des Beethoven von Max Klinger im Hof 1 sehen. Sie können außerdem die neu gestalteten Sammlungsbereiche Niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts und Europäische Kunst vom 16. bis 18. Jahrhundert im 2. OG besuchen. Das 3. OG ist momentan komplett für den Umbau gesperrt. Ab dem 09.02. können Sie dann Kunst der Leipziger Schulen in der Ausstellung Bilderkosmos Leipzig 1905-2022 besichtigen.
Ab dem 10.01. wird auch die Sammlung Schletter umgestaltet und daher nicht für die Besucher*innen zugänglich sein. Die Sammlung Bühler-Brockhaus wird sich zum März hin im 1. OG neu präsentieren.

Wir bitten um Ihr Verständnis für diese umfangreichen Umbaumaßnahmen.

Das MdbK stellt (sich) neu auf

Das MdbK arbeitet derzeit an einem Leitbild und entwickelt daraus auch neue Fragestellungen für die Präsentation unserer Kunstwerke. Bis zum Frühjahr 2022 werden wir nach und nach Veränderungen vornehmen, damit wir unsere Sammlungen in ihrer ganzen Breite zeigen können.

Das gesamte 3. Obergeschoss wird ab 10. Februar 2022 eine Sonderschau zum Bilderkosmos Leipzig aufnehmen. Auf über 1500 qm wird es allein um die figurative Malerei aus Leipzig im 20. und 21. Jahrhundert gehen. Im Zentrum stehen die Kunst der DDR und der sogenannten „Leipziger Schule“. Zugleich werden die grafischen wie fotografischen Künste eigene Räume erhalten.

Das 2. OG ist den „Alten Meistern“ vorbehalten. Es sollen neue Formen der Präsentation und Erzählung erprobt werden. Punktuell wird das Publikum dabei auch selbst gefragt, Themen zu setzen und auf die Ausstellung Einfluss zu nehmen. Damit wird ein Perspektivwechsel vorgeschlagen und das MdbK beginnt, Unerwartetes zu wagen.

Im 1. OG kann endlich die französische Kunst des Klassizismus und der Salonmalerei um die über 40 Gemälde und Skulpturen der französischen Malerei von Corot bis Monet ergänzt werden, die zur Schenkung Bühler-Brockhaus gehören. Diese Räume werden sodann mit einem neuen Beleuchtungssystem ausgestattet und inszeniert. Ebenfalls im 1. OG soll die Kunst der Romantik Platz finden. Weiterhin wird dort das Schaffen Max Klingers (1857-1920) in Verbindung mit der Kunst um 1900 gezeigt.

Schließlich soll auch der umfangreiche Skulpturenbestand des MdbK stärker zu sehen sein. Deshalb werden wir zum Beispiel plastische Werke schon im Erdgeschoss präsentieren, damit das Erleben der Kunst bereits beim Betreten des Museums beginnt.

Im Kontext solcher Perspektivwechsel spielt auch Klingers Beethoven eine Rolle. Die monumentale Skulptur wird jetzt ebenerdig im Hof 1 präsentiert, der zur Katharinenstraße gelegen ist. Die steinernen Materialien bieten ideale Flächen, gegen die sich der Beethoven mit seinem vielfarbigen Marmor abheben kann. In der hohen und geräumigen Umgebung des Hofes, der sich zur Stadt öffnet, wirkt Klingers Werk nicht eingeschnürt und behält zugleich seine Monumentalität. Die Besucher*innen müssen nicht länger zum Thronenden hinaufsteigen. Stattdessen könnten sie sogar aus der großen Halle im 1. OG auf das Werk schauen. Damit wird die Skulptur aus verschiedensten (und neuen!) Perspektiven wahrnehmbar. Sie kann in den Abendstunden angestrahlt werden, während sie am Tage durch die große Fensterfront in natürliches Licht getaucht ist.

Der Hof 1 wandelt sich in einen Bereich, der zum Verweilen und Ausruhen einlädt. Hier wird ein zum Beethoven geöffneter Raum entstehen, in dem sich Sitzgelegenheiten sowie eine Garderobe für Gruppen befinden: die Beethoven Lounge.

Das Untergeschoss ist mit seinen hohen, fast fensterlosen Räumen sowie den mobilen Wandsystemen und besonderen Lichtsituationen der geeignete Ort für Sonderausstellungen.

Mit diesen neuen Zugängen zu unseren Sammlungen steht auch das Besuchserlebnis im Vordergrund: Dieses beginnt mit besseren Orientierungsmöglichkeiten im Haus. Es setzt sich fort in Mehrsprachigkeit und im ausgebauten Angebot für Menschen mit Einschränkungen. So werden innerhalb unserer Sammlungen tischartige Vermittlungsstationen positioniert, die sogenannten MdbK [hubs]. Zu ausgewählten Kunstwerken werden dort Inhalte zum Hören, Sehen und Tasten bereitgestellt. Damit richten sich diese Stationen an alle Besucher*innen gleichermaßen – unabhängig davon, ob sie Einschränkungen haben – und gelten daher als wesentlicher Beitrag zu einer inklusiven Kunstvermittlung.

Die genannten Veränderungen werden behutsam nacheinander angegangen. Wir werden mitunter vom Gewohnten abweichen, um Neues zu entdecken und andere Standpunkte zu wagen. Insgesamt reagieren wir damit auf unsere diverse Stadtgesellschaft.