Wir bauen um

Die Sammlung des MdbK präsentiert sich neu

Wir bauen um

Liebe Besucher*innen,

um Ihnen neue Perspektiven auf die Sammlungen des MdbK zu ermöglichen, werden derzeit Teile der Sammlungspräsentation neugestaltet. Ab sofort können Sie die neuen Sammlungsbereiche Niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts und Europäische Kunst vom 16. bis 18. Jahrhundert im 2. OG besuchen. Im 3. OG ist momentan nur die Sammlung Bühler-Brockhaus zugänglich. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Aufgrund der umfangreichen Umbausituation ist im Zeitraum vom 24.08.2021 bis 08.10.2021 der Eintrittspreis auf 5 € (bzw. 2,50 € ermäßigt) reduziert.

MdbK unterwegs

Das MdbK arbeitet derzeit an einem Leitbild und entwickelt daraus auch neue Fragestellungen für die Präsentation unserer Kunstwerke. Bis zum Frühjahr 2022 werden wir nach und nach Veränderungen vornehmen, damit wir unsere Sammlungen in ihrer ganzen Breite zeigen können.

Künftig wird im 3. OG die Malerei des 20. und 21. Jahrhunderts dauerhaft ausgestellt. Ausgehend von Max Beckmann finden sich hier vor allem die sogenannten Leipziger Schulen in einer sich regelmäßig ändernden Werkauswahl. Weibliche und aktuelle künstlerische Positionen sollen stärker betont werden, um die Dynamik und Vielgestalt aktueller Tendenzen in Kunst und Gesellschaft zu reflektieren.

Das 2. OG ist hauptsächlich den sogenannten Alten Meistern vorbehalten. Die Schwerpunkte liegen hier auf der Cranach-Werkstatt sowie auf den niederländischen und flämischen Gemälden des Barock. Auch dort kommen neue Formen der Präsentation und Erzählung zum Einsatz

Die Räume im 1. OG nehmen hingegen die Kunst des 19. Jahrhunderts auf, wobei die Werke Max Klingers herausragen. Zugleich sollen hier aber auch die grafischen wie fotografischen Künste eigene Räume erhalten. Hier werden wechselnde Ausstellungen zur Fotografie, Grafik und Videokunst ihren Platz finden. Im Mittelpunkt steht dabei der eigene, umfangreiche Bestand an Zeichnungen, Druckgrafik und Fotografie.

Schließlich soll auch der umfangreiche Skulpturenbestand des MdbK stärker zu sehen sein. Deshalb werden wir zum Beispiel plastische Werke schon im Erdgeschoss präsentieren, damit das Erleben der Kunst bereits beim Betreten des Museums beginnt.

Im Kontext solcher Perspektivwechsel spielt auch Klingers Beethoven eine Rolle. Die monumentale Skulptur wird jetzt ebenerdig im Hof 1 präsentiert, der zur Katharinenstraße gelegen ist. Die steinernen Materialien bieten ideale Flächen, gegen die sich der Beethoven mit seinem vielfarbigen Marmor abheben kann. In der hohen und geräumigen Umgebung des Hofes, der sich zur Stadt öffnet, wirkt Klingers Werk weniger gewaltig. Die Besucher*innen müssen nicht länger zum Thronenden hinaufsteigen, sondern können sogar aus der großen Halle im ersten OG auf ihn herunterblicken. Damit wird die Skulptur tatsächlich aus verschiedenen Perspektiven wahrnehmbar.

Der Hof 1 wandelt sich in einen Bereich, der zum Verweilen und Ausruhen einlädt. Hier wird ein zum Beethoven geöffneter Raum entstehen, in dem sich Sitzgelegenheiten sowie eine Garderobe für Gruppen befinden: die Beethoven Lounge.

Das Untergeschoss ist mit seinen hohen, fast fensterlosen Räumen sowie den mobilen Wandsystemen und besonderen Lichtsituationen der geeignete Ort für Sonderausstellungen.

Mit diesen neuen Zugängen zu unseren Sammlungen steht auch das Besuchserlebnis im Vordergrund: Dieses beginnt mit besseren Orientierungsmöglichkeiten im Haus. Es setzt sich fort in Mehrsprachigkeit und im ausgebauten Angebot für Menschen mit Einschränkungen werden. So werden innerhalb unserer Sammlung tischartige Vermittlungsstationen positioniert, die sogenannten mdbk [hubs]. Zu ausgewählten Kunstwerken werden dort Inhalte zum Hören, Sehen und Tasten bereitgestellt. Damit richten sich diese Stationen an alle Besucher*innen gleichermaßen – unabhängig davon, ob sie Einschränkungen haben – und gelten daher als wesentlicher Beitrag zu einer inklusiven Kunstvermittlung.

Die genannten Veränderungen werden behutsam nacheinander angegangen. Wir werden mitunter vom Gewohnten, um Neues zu entdecken und andere Standpunkte zu wagen. Insgesamt reagieren wir damit auf unsere diverse Stadtgesellschaft.