Im Flutlicht. Historische Fotografien & zeitgenössische Kunst

Die  Ausstellung, die bis zum 2. Mai im MdbK zu Gast ist, eröffnet einzigartige Blicke auf 100 Jahre Alfred-Kunze-Sportpark. Neben einem Ausstellungsteil zur Geschichte des Stadions mit Fotografien aus dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig warten über 50 zeitgenössische Werke aller Couleur darauf, entdeckt und später in einer Kunstauktion erworben zu werden.
Besuche können Sie soweit verfügbar unter Tel. +49 341 216 999 54 montags bis freitags von 10 -18 Uhr anmelden.
Für den Besuch sind die Vorlage eines tagesaktuellen negativen Testergebnisses und die Einhaltung der Hygienevorschriften verbindlich.

AKS 100

Dass ein Fußballstadion seinen hundertsten Geburtstag feiert, ist nichts Einzigartiges, doch das Besondere des Alfred-Kunze-Sportparks liegt in seiner historischen Bedeutung als wechselhafter und gleichzeitig vielschichtiger sozialer, kultureller und politischer Diskursort. Dabei ging es nie nur um Fußball. Von 1920 bis 1945 hieß das Stadion Sportpark Leutzsch. 1949 kam es zur Umbenennung in Georg-Schwarz-Sportpark und 1992 in Alfred-Kunze-Sportpark. Das Stadion, verortet im ehemaligen Arbeiterstadtteil Leutzsch, wird in den Archiven schon zur NS-Zeit als besonders subversiv und schwer zu kontrollieren bezeichnet. Auch in der DDR standen der Verein BSG Chemie Leipzig und das Stadion unter besonderem Fokus der Sicherheitsinstitutionen. Versteckter, aber auch offener Widerstand gegen den Repressionsapparat der DDR, waren immanenter Teil der Fankultur. Nach 1989 blieb der Verein sportlich hinter seinen Erwartungen zurück, die Ränge aber waren Teil der gesellschaftlichen Entwicklungen. Das Stadion wurde zu einem kreativen Aktionsraum vor allem für junge Menschen. DIY-Kultur, Gesänge, Sprüche, Transparente, Malereien und seit Jahren auch aufwendige Choreographien zeugen von einer lebendigen Jugendkultur.

Diese Vielschichtigkeit zwischen Fußball und Soziokultur spiegelt sich in der Ausstellung anlässlich des 100. Geburtstag des Alfred-Kunze-Sportparks wider. Neben einem Ausstellungsteil zur Geschichte des Stadions mit Fotografien aus dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig werden Werke dem Stadion und der BSG Chemie Leipzig zugeneigter Künstler*innen gezeigt -  Druckgrafiken, Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen. Die Ausstellung umfasst zudem auch Beiträge aus der Fanszene, die sonst für Choreographien oder Street-Art in der Nacht zuständig ist. Die ausgesttelten Werke können am Ende in einer Auktion erworben werden. Der Erlös kommt der der Aktion „Flutlicht für Leutzsch“ und dem sozialen Projekt  „G.E.O.R.G – Kein Kind zurücklassen" zugute

Veranstalter der Ausstellung ist die BSG Chemie Leipzig e.V.. Das Projekt AKS100 wird gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der DFB-Kulturstiftung, des Kulturamtes der Stadt Leipzig und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Ihr Aufenthalt

Aktuell ist die Vorlage eines tagesaktuellen negativen Testergebnisses vorgeschrieben. Bitte tragen Sie außerdem im MdbK einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz, halten Sie die Mindestabstände ein und beachten Sie die Hygiene- und Sicherheitshinweise. Dies ermöglicht Ihnen und allen Gästen und Mitarbeitenden des MdbK einen ungefährdeten Aufenthalt. Herzlichen Dank für Ihre Mitwirkung.

Datenschutz

Wir erheben nur die für die Buchung Ihres Zeitfensters erforderlichen Daten. Diese werden nur für diesen Zweck und, solange es durch die aktuellen Anordnungen vorgeschrieben ist, gegebenenfalls für die Kontaktverfolgung im Rahmen der Pandemiebekämpfung verwendet und gespeichert.
Zur Abwicklung der Zeitfensterreservierung arbeitet das MdbK auf der Grundlage eines Auftragsverarbeitungsvertrages gem. Art 28 DSGVO mit der Regiondo GmbH München (www.regiondo.de) zusammen.  Im Falle eines konkreten Infektionsverdachtes werden die Angaben zur Kontaktverfolgung an das Gesundheitsamt der Stadt Leipzig weitergeleitet (Rechtsgrundlage: Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe c) der DSGVO in Verbindung mit § 6 Abs. 1 CoronaVO (Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2) in der jeweils aktuellen Version.

Verantwortlich für die Verarbeitung Ihrer Daten ist das Museum der bildenden Künste Leipzig, Katharinenstraße 10, 04109 Leipzig. Ansprechperson für Fragen sind Dr. Stefan Weppelmann, Direktor (mdbk@leipzig.de) und der behördliche Datenschutzbeauftragte der Stadt Leipzig Thomas Schultz (thomas.schultz@leipzig.de). Sie haben das Recht, Beschwerde gegen die Erhebung ihrer personenbezogenen Daten bei der Datenschutzaufsichtsbehörde (www.saechsdsb.de) zu erheben.