MdbK [hubs]

Aktuell

MdbK [hubs]

Inklusive Vermittlungsstationen im Museum

05.05.2020 — 31.12.2021

Beiratsmitglieder des  sagart e.V. in der Raumgruppe der Alten Meister, 2020, Foto: MdbK
Beiratsmitglieder des sagart e.V. in der Raumgruppe der Alten Meister, 2020, Foto: MdbK
Beiratsmitglieder besprechen die Gipsplastik der "Neuen Salome" (1893) von Max Klinger, 2020 Foto: MdbK
Beiratsmitglieder besprechen die Gipsplastik der "Neuen Salome" (1893) von Max Klinger, 2020 Foto: MdbK
Künstlerin und Beiratmitglied Stefanie Bergmann (Mitte) vor einem holländischen Blumenstilleben Foto: MdbK
Künstlerin und Beiratmitglied Stefanie Bergmann (Mitte) vor einem holländischen Blumenstilleben Foto: MdbK
Steven Wallner (Diakonie am Thonberg) überprüft den barrierefreien  Zugang am Haupteingang des Museums; Foto: MdbK
Steven Wallner (Diakonie am Thonberg) überprüft den barrierefreien Zugang am Haupteingang des Museums; Foto: MdbK
taktile Grundrisse des Gebäudes im Test durch die Fokusgruppe Sehbeeinträchtigung, Foto: Mdbk
taktile Grundrisse des Gebäudes im Test durch die Fokusgruppe Sehbeeinträchtigung, Foto: Mdbk

Zur Zeit werden im MdbK insgesamt sieben Medienstationen entwickelt, die die neue Zugänge zu Werken der Dauerausstellung und zur Architektur des Hauses bieten und Anfang 2021 installiert werden. Der Name MdbK [hubs] – die englische Bezeichnung für Knotenpunkt – steht sinnbildhaft für das Konzept: Verschiedene Sichtweisen, Vermittlungsschwerpunkte und Medien bündeln sich an den Stationen. Audiodeskriptionen und Tastreliefs der Kunstwerke, Videos mit Gebärdensprache sowie Beiträge in einfacher und fachlich spezifischer Sprache bieten den Besucher*innen verschiedene Zugangsmöglichkeiten zu Werken aller Epochen an. Eine Orientierungsstation im Eingangsbereich gibt Übersicht über die Architektur des Gebäudes und die verschiedenen Etagen. Die MdbK [hubs] richten sich an Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Neben der auditiven und taktilen Zugänglichkeit beinhalten die Stationen auch vertiefende und kritische Betrachtungen zu den Kunstwerken in Form von Audio- und Videobeiträgen.

Die Vermittlungsstationen sind Teil der angestrebten Corporate Inclusion, eine Haltung, bei der innerhalb des MdbK in allen Bereichen Inklusion selbstverständlich mitgedacht wird. Ziel ist es eine offene und inklusive Institution zu entwickeln, die gleichberechtigte kulturelle Teilhabe ermöglicht. Die Vermittlungs-Stationen der MdbK [hubs] werden dabei perspektivisch ergänzt durch niedrigschwellige und zielgruppenorientierte Bildungsformate sowie barrierefreie Zugänge im Haus.

Damit die Interessen und Bedürfnisse der verschiedenen Zielgruppen berücksichtigt werden, hat das MdbK einen Inklusions-Beirat gegründet. In diesem Gremium beraten unterschiedliche Fokusgruppen die Umsetzung der Vermittlungsstationen und begleiten die generelle Entwicklung zu einer offeneren, barrierärmeren Institution.

Projektpartner
tactile studio http://tactilestudio.co/de/
Anna-Lena Knors https://www.corporate-inclusion.de/
Dirk Sorge http://www.dirksorge.de/index.htm
Diakonie am Thonberg https://www.dat-leipzig.de/
Bildungs- & Kunstverein Sagart https://www.sagart.de/
Interessensgemeinschaft Psychatriebetroffener „Durchblick“ e.V. https://www.durchblick-ev.de/
Stadtverband der Hörgeschädigten Leipzig e.V. https://www.deafs-leipzig.de/

Förderung
Das Projekt wird unterstützt von der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen und der Landesdirektion Sachsen (Richtlinie Teilhabe).
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächischen Landtag beschlossenen Haushalts.

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MdbK [hubs]  in leichter Sprache:

Mdbk ist die Abkürzung für Museum der bildenden Künste Leipzig.
Der Name hubs ist englisch und heißt Knoten·punkt.
An einem Knoten·punkt verbinden sich verschiedene Dinge und Menschen.

Im MdbK werden zur Zeit 6 Tische für verschiedene Kunst·werke gebaut.
Die Tische stehen in der Nähe der Kunst·werke und bieten mehr Informationen:
Man kann auf den Tischen Tast·bilder der Kunst·werke fühlen.
Auf Kopfhörern gibt es eine Beschreibung des Bildes zum Hören.
Ausserdem gibt es ein Tablet mit Videos in Gebärden·sprache.
Dort gibt es auch kurze Geschichten zum Bild und seiner Zeit.

Gleich am Eingang des Museums steht ein weiterer Tisch.
Dort gibt es eine Übersicht über das Gebäude damit man sich besser zurecht findet.  
Außerdem gibt es auf diesem Tisch ein Modell des Museums zum Anfassen.

Die Menschen im MdbK haben sich mit einer Idee von  Annalena Knors beschäftigt.
Annalena Knors ist Museums·beraterin und ihre Idee heißt Corporate Inclusion.
Anna-Lena Knors sagt:
Wir brauchen ein offenes Museum.
Damit sich das Museum öffnen kann müssen wir an die Bedürfnisse von allen denken.
Zusätzlich zu den Tischen wollen die Menschen im MdbK deshalb auch Führungen anbieten bei denen man etwas lernt und etwas erlebt.
Im Haus soll es weniger Barrieren und Hindernisse geben.

Damit diese Ziele umgesetzt werden können gibt es eine Arbeits·gruppe.
Das Fachwort für die Arbeits·gruppe ist Inklusions·Beirat.
Im Inklusions·beirat gibt es auch Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen.
Sie begleiten das Projekt und helfen bei der Entstehung der Tische mit.

Beiratsmitglieder besprechen die Gipsplastik der "Neuen Salome" (1893) von Max Klinger, 2020 Foto: MdbK
Beiratsmitglieder besprechen die Gipsplastik der "Neuen Salome" (1893) von Max Klinger, 2020 Foto: MdbK